Der Transport und der Verkauf wurde mit Absicht von den Großgrundbesitzern so geplant, dass die Gefangenen sich nicht verständigen konnten, um zukünftige Rebellionen zu erschweren.
Die Sklaven fanden dennoch einen Weg der Verständigung und so fand ein multikultureller Austausch in Form von Tänzen, religiösen Zeremonien und rituellen Elementen statt. Die Wirklichkeit blieb verborgen und es entstand der gefährliche und eindrucksvolle Kampftanz Capoeira. Man begründet damit auch die große Bedeutung der Musik in der Capoeira und die Herkunft der unterschiedlichen Instrumente.
Erste Aufzeichnungen über die Entstehung findet man aus dem 16. Jahrhundert und sie mischt sich mit der Geschichte des Widerstands der nach Brasilien verschifften Sklaven. Man sagt, dass sie schon während der Gefangenschaft effektive Selbstverteidigungstechniken entwickelten und diese als Tanz tarnten, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Man sagt, dass die Sklaven dies meist in dem niedrigen Gebüsch in der Umgebung ihrer Unterkünfte praktizierten, woher angeblich auch der Name kommt (Capoeira = portug. Gebüsch). Dies ist aber nur eine von vielen Erklärungen für die Namensherkunft. Sklaven, die der Gefangenschaft entkommen waren, errichteten im Urwald so genannte Quilombos (Wehrdörfer), in denen sie lebten und sich gegen die Kolonialherren zur Wehr setzten.
Nach Abschaffung der Sklaverei (Abolicao) im Jahre 1888 wurde die Capoeira verboten und die Capoeiristas wie Verbrecher verfolgt und hart bestraft. Trotz des Verbotes aber eröffnete Manoel dos Reis Manchado alias Mestre Bimba 1932 die erste Capoeiraschule (Academia) in Salvador da Bahia.
Nach einer Capoeira Vorführung vor dem damaligen Präsidenten Vargas wurde Capoeira 1937 in Brasilien legalisiert.
Rato Branco, Capoeira Berimbau Erfurt





